INTERREG IV C

Interregionale Zusammenarbeit
Behörden und gleichgestellte, öffentlich-rechtliche Organisationen auf lokaler und regionaler Ebene nehmen eine grundlegende Rolle innerhalb der EU-Strategien zur nachhaltigen Entwicklung ein. Ihr Ziel: nachhaltiges ökonomisches Wachstum (Göteborg-Strategie) und Schaffung von Arbeitsplätzen (Lissabon-Strategie). Das erreichen dieses Zieles wird durch den Austausch von Wissen, gemeinsames Nutzen vorhandenen Wissens und den Transfer erfolgreicher regionalpolitischer Strategien innerhalb der EU unterstützt.

Ziele der interregionalen Zusammenarbeit

Das INTERREG IVC Programm, mit einer Laufzeit von 2007 bis 2013, ist Teil dieser Strategien. Es ist eines der Ziel 3 - Programme des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), welches als Nachfolgeprogramm der Gemeinschaftsinitiative INTERREG III C (geendet in 2006) entwickelt wurde. Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt in der EU und deren Nachbarländern zu stärken. Durch das Instrument der interregionalen Zusammenarbeit soll der Erfolg regionaler Entwicklungen im Sinne der Europäische Kohäsionspolitik verbessert werden. Die interregionale Zusammenarbeit leistet somit einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Modernisierung und Steigerung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit Europas. Im Fokus der interregionalen Zusammenarbeit stehen folgende Punkte:
  • Aktivierung lokaler und regionaler Akteure in der gesamten EU, um Erfahrungen und Kenntnisse auszutauschen.
  • Schaffung von Anreizen für Regionen, sich gegenseitig in ihren spezifischen Kompetenzen zu ergänzen.
  • Identifizierung regionalpolitischer Best-Practice-Modelle, um sie interregional verfügbar und zugänglich zu machen.

Struktur des INTERREG IV C Programms
Das INTERREG IV C Programmgebiet umfasst alle 27 EU-Mitgliedstaaten plus Norwegen und der Schweiz. Antragsberechtigt sind Körperschaften des öffentlichen Rechts. Dazu gehören Kommunen, Bezirksregierungen und Ministerien sowie öffentliche oder gleichwertige Einrichtungen, sogenannte "bodies governed by public law“ (EU-Direktive 2004/18/EC, Art. 1) der beteiligten Staaten. Das Programm wird von einem zentralen Programmsekretariat (Lille, Frankreich) verwaltet.

Bei der Antragstellung müssen folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Die maximale Projekt-Förderrate für Antragsteller aus Deutschland und den Niederlanden beträgt 75%.
  • Für die gesamte Laufzeit stehen Fördermittel für Projektvorhaben in Höhe von rund 302 Mio. EUR zur Verfügung.
  • Projektvorschläge können nur innerhalb bestimmter, zeitlich befristeter Antragszeiträume – sogenannter „Calls for Proposals“ – beim zuständigen INTERREG IV C Sekretariat in Lille eingereicht werden. Diese „Calls“ werden vom Programmmanagement im Auftrag aller am Programm beteiligter Staaten organisiert und im Internet bekannt gegeben.
 
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